Für Gutverdiener

„Sozialbeiträge sollen 2013 steigen“, melden die Nachrichtenagenturen heute morgen, und auch die öffentlich-rechtlichen Nachrichtenradios erzählen den Hörerinnen und Hörern diese Geschichte.. Die Empörung angesichts gleichzeitig steigender Überschüsse ist absehbar. Zwei Wörter würden die Meldung von „nicht falsch“ auf „wahr“ aufwerten: „für Gutverdiener“. Für Gutverdiener steigen die Sozialbeiträge, weil die Beitragsbemessungsgrenze (auf 69.600 Euro pro Jahr/West) und der Versicherungspflichtgrenze (auf 52.000 Euro pro Jahr/West). Die eine Grenze legt fest, bis zu welcher Obergrenze Arbeitseinkommen der Beitragspflicht für die Sozialversicherung unterliegt. Die Versicherungspflichtgrenze legt fest, ab welchem Einkommen ein Arbeitnehmer von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln kann. Nun liegen beide Beträge über den durchschnittlichen Einkünften von Vollzeit-Beschäftigten in Deutschland. Aber man darf wohl Wetten darauf abschließen, dass das soziale Gewissen der Bundesregierung in Gestalt von Philipp Rösler bald wieder die „Mehr-Brutto-vom-Netto“-Platte auflegt. UPDATE: Inzwischen meldet AFP: Besserverdiener müssen mehr in die Rentenkasse einzahlen. Na bitte.

Alexander
Ich arbeite hauptberuflich als Staatssekretär für Arbeit und Soziales in Berlin und blogge auf Fliesstexte.de privat. Kontakt: alxr.fischer@gmail.com. Auf Twitter folgen: http://www.twitter.com/alexfischer.

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